Donnerstag 21. Februar 2019

Feinde lieben in der Politik?

21.02.2019, 10:05 Uhr
König Saul wird gegen seinen Diener David aggressiv.

Er verfolgt David,
weil er weiß,
dass David den Anspruch auf das Königsamt erhebt.

Dabei hat der junge David zweimal die Gelegenheit,
seinen Rivalen, König Saul zu töten.
Aber er verschont ihn.

Nicht aus Angst.
Nicht aus politischem Kalkül.
Nicht einmal aus Liebe
(selbst wenn er ihm in aller Liebe die Wahrheit ins Gesicht sagt),
sondern aus Gottvertrauen.

Und Jesus nennt dieses Gottvertrauen im Umgang mit dem Feind
Feindesliebe.

(Gedanken zum 7. Sonntag im Jahreskreis C)

Ist die Kirche links gerückt?

14.02.2019, 08:16 Uhr
Manche können die kirchlichen Aurfufe zu sozialer Hilfe nicht mehr hören,
und meinen, die Kirche möge mehr im spirituellen Rahmen bleiben.

Kann es sein, dass es diese Kritik schon in der Urkirche gab?

In den Seligpreisungen prägt Matthäus eine spirituelle Theolgie:
Selig die arm sind vor Gott,
selig die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit,…

Lukas ist da ganz einfach sozial:
Selig, ihr Armen,
selig, ihr Hungernden,

Die beiden Evangelien wurden beinahe zeitgleich geschrieben.

Ich meine: Die damalige Kirche brauchte
– und sie braucht auch heute –
sowohl die spirituelle als auch die soziale Stimme.

Widersprüchlich ist das nur für einseitig Festgefahrene.

(Gedanken zum 6. Sonntag im Jahreskreis C)

Die richtige Frohe Botschaft

07.02.2019, 10:42 Uhr
Ich kann von der einen christlichen Kofession mehr halten
als von der anderen. Welche ist für mich die richtige?

Ich kann von dem einen christlichen Glaubensverkünder mehr halten
als von dem anderen. Welcher ist für mich der bessere?

Ich kann von der einen christlichen Gottesdienstgestaltung mehr halten
als von der anderen. Welche ist für mich die gute?

Trugschluss: Nicht mein Geschmack ist hier entscheidend,
sondern der Geschmack der Botschaft:

Alle christlichen Konfessionen,
alle christlichen Glaubensverkünder
und alle christlichen Gottesdienstgestalter
sind dazu berufen,
den Auferstandenen so zu verkünden,
dass ich ihm mein Leben lang gerne und vorbehaltlos vertraue.

(Gedanken zum 5. Sonntag im Jahreskreis C)

„Heute“

31.01.2019, 08:33 Uhr
Liest oder hört man heute aus einer noch so alten Schriftstelle
bei einer Verheißung das Wort „Heute“,
so liest und hört man es heute wieder neu.

Das stärkste Beispiel dafür ist,
als beim Lesen aus dem Buch Jesaja
Jesus hinzufügt,
dass sich diese – damals ca. 550 Jahre alte – Frohe Botschaft
„heute“ erfüllt,

womit er den damaligen Gottesdienstbesuchern
eine neue Aktualität der damaligen Verheißung verkündet,

und ebenso auch den heutigen Gottesdienstteilnehmern,
nämlich eine echte Befreiung von äußeren und inneren Zwängen.

(Gedanken zum 4. Sonntag im Jahreskreis C)

Wirklich frohe Menschen

24.01.2019, 08:53 Uhr
Ich hab da so viele Gründe im Leben,
warum ich mich einfach über Gott freuen darf.
Einer davon ist seine Hingabe in Brot und Wein.

Pflegen wir doch wieder,
bei der EucharistieFEIER zu feiern!

„Die Freude am Herrn ist eure Stärke!“
(Neh 8,10)

Danke, Nehemia!

(Gedanken zum 3. Sonntag im Jahreskreis C)

Von Mutter zur Jüngerin

17.01.2019, 09:30 Uhr
Maria fällt der Mangel an Wein auf und sie teilt dies Jesus mit.

Dass es nicht nur eine sachliche Mitteilung ist,
sondern auch eine Aufforderung, etwas zu unternehmen,
macht seine Antwort deutlich,
dass er sich nämlich nicht dazu berufen fühlt.

Die scheinbar schroffe Anrede „Frau“
darf eher als Wertschätzung aufgefasst werden,
insofern Maria, die Mutter,
durch ihr Einschreiten zur Jüngerin geworden ist.

In Wirklichkeit lernt aber auch Jesus von ihr,
dass nämlich "seine Stunde" nicht mit dem Wirken von Wundern identisch ist:

Ihre Intervention und dann auch ihre Beständigkeit
– trotz der ablehnenden Antwort Jesu gibt sie den Dienern Anweisungen –,
sind ein lehrmeisterhaftes Beispiel ihres Glaubens.

(Gedanken zum 2. Sonntag im Jahreskreis)

David, der Geliebte

10.01.2019, 08:24 Uhr
Gott nennt Jesus seinen geliebten Sohn.

Diese Bevorzugung ist rein menschlich betrachtet verständlich,
da es sich um seinen Sohn handelt.

Aber in der Logik Gottes
ist jeder Bevorzugte dazu bestimmt,
kraft seines bevorzugten Status den Mitmenschen zu dienen.

Jeder von uns hat die eine oder andere Bevorzugung und Begabung…

(Gedanken zum Sonntag Taufe des Herrn im Jahreskreis C)
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