Sonntag 24. Juni 2018

Vor Freude hüpfen

21.06.2018, 07:37 Uhr
Schon im Mutterleib erkennt Johannes der Täufer den Herrn:
Im Mutterleib hüpft er in dessen Nähe vor Freude. (Lk 1,43-44)

Jesaja muss seinen Prophetenstatus legitimieren. Er schreibt,
dass der HERR ihn „schon im Mutterleib“ berufen hat. (Jes 49,1).

Jeremia begründet seine provokanten Reden damit,
dass der HERR ihn ausersehen hat,
noch bevor er „aus dem Mutterschoß“ hevorkam (Jer 1,5).

Paulus rechtfertigt gegenüber den Galatern seine Verkündigungsautorität
und verwendet dabei das selbe Vokabular:
„Schon im Mutterleib“ habe ihn Gott auserwählt und berufen (Gal 1,15-16a).

Man muss aber nicht unbedingt eine Autorität sein,
um sich mit solch prenatalen Berufungen ausweisen zu können.

Die Psalmen sind für alle geschrieben, für Große und für Kleine.
Jeder darf auch diesen Psalmvers auf sich beziehen:
„Du selbst hast mein Innerstes geschaffen,
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter“ (Ps 139,13),

und darf dabei vor Freude hüpfen!

(Gedanken zum Hochfest d. hl. Johannes des Täufers)

Lebensabschnitte

14.06.2018, 09:23 Uhr
Man wächst und reift
von einem Lebensabschnitt zum anderen,

freut sich über den Augenblick

und manchmal sogar darüber,
dass man nicht wirklich weiß,
wie es weitergeht.

Nur das wissen wir:
unser Aufenthalt in unserem Leib
ist auch nur ein Lebensabschnitt.

(Gedanken zum 11. Sonntag im Jahreskreis B)

Die schwarze Brille

07.06.2018, 09:38 Uhr
Adam antwortete:
Ich habe dich im Garten kommen hören;
da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin,
und versteckte mich.

Adam antwortete:
Obwohl wir einander so vertraut sind, dass ich dich erkenne, wenn ich dich gehen höre,
habe ich Angst vor dir, weil du die Gedanken meiner Gefühlswelt lesen kannst,
und ich setze die schwarze Brille auf, damit du mir nicht in die Augen sehen kannst.

(Gedanken zum 10. Sonntag im Jahreskreis B)

Sonntagsruhe

31.05.2018, 17:30 Uhr
Das dritte Gebot steht wie die anderen unter der Überschrift:
„Ich habe euch gerettet, darum wirst du…“

Wenn nicht diese Aussage Gottes meine Motivation ist,
die Gebote einzuhalten,
dann laufe ich Gefahr,
sie entweder unbedacht einzuhalten,
oder aus Kalkül,
oder aus Leistungsfrömmigkeit.

All diese anderen Motivationen enden in Heuchelei.

Und Jesus – sein Name bedeutet „Gott rettet“ –
heilt jemanden an einem Sabbat.

Gedanken zum 9. Sonntag im Jahreskreis B

Ein Herz und eine Seele

24.05.2018, 07:44 Uhr
„Du Vater, Sohn und Heil’ger Geist
ein Herz und eine Seele,
Gemeinschaft von Personen,
ein Überfluss an Liebe,
der uns als euer Abbild schafft.“

(Dreifaltigkeitslied zum Dreifaltigkeits-Sonntag: www.sadg.org/#180)

Pfingsten in aller Stille

17.05.2018, 09:10 Uhr
Ein war nicht ein heftiger Sturm,
sondern ein Brausen,
WIE wenn ein heftiger Sturm daherfährt.

Es gab gar kein Feuer,
sondern es waren Zungen
WIE von Feuer.

Es muss nicht stürmisch sein.
Der Geist kann auch ganz sanft kommen.

(Gedanken zum Pfingstfest)

Über Leben und Tod entscheiden

10.05.2018, 20:11 Uhr
Angesichts seines bevorstehenden Todes
befindet sich Jesus auf einer „Achterbahn“
von Macht und Ohnmacht.

Er bittet, dass sein Vater den Jüngern offenbart,
wer wirklich mächtig ist
und wer nur scheinbar mächtig ist.

Wirklich mächtig ist,
wer den Tod durchschreiten kann
– und Jesus nimmt uns dabei mit zum ewigen Leben.

Scheinbar mächtig ist,
wer so tut, als könne er über Leben und Tod entscheiden.

(Gedanken zum 7. Sonntag der Osterzeit B)
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