Tuesday 26. January 2021

Begnadigung in letzter Sekunde?

21.01.2021, 08:33 Uhr
Gott lässt dich nicht zappeln.
Er ist nicht einer, der in letzter Sekunde begnadigt.

Im Gegenteil: Zuerst schenkt er dir die Gnade,
damit du dich ihm zuwendest.

Zuerst die Frohe Botschaft: „Das Reich Gottes ist nahe!“
darum sollen wir uns bekehren, indem wir daran glauben!

Schon Jona erlebte dies als Dilemma: „Ich sollte dies und das androhen,
aber ich wusste ja schon, dass du dann doch wieder barmherzig bist…“

(Gedanken zum 3. Sonntag im Jahreskreis B)

Mundpropaganda

14.01.2021, 09:07 Uhr
Explizit zur Nachfolge beruft Jesus im Johannesevangelium nur Philippus,
den er übrigens nur im Vorbeigehen trifft.

Philippus ist aus dem selben Ort wie Andreas und Petrus
und man kann sich schon ausdenken, wie es weitergeht.
Aber nein:

Zunächst trifft Philippus den Natanaël
– so heißt Bartholomäus im Johannesevangelium.

Johannes der Täufer weist auf Jesus hin,
worauf ihn zwei seiner Jünger verlassen und Jesus folgen.

Einer dieser beiden ist Andreas,
der sagt es seinem Bruder Simon Petrus.

Ja, es geht auch so.

(Gedanken zum 2. Sonntag im Jahreskreis B)

Dein Recht

07.01.2021, 09:21 Uhr
Dein wirklich allmächtiger Anwalt schreit nicht.
Dich schreit er schon gar nicht an.

Das geknicktes Rohr deines Herzens zerbricht er nicht.
Du kannst dich wieder aufrichten.

Ist dein Vertrauen auf ihn auch nur ein glimmender Docht:
Er löscht ihn nicht aus.

Still und leise kommst du zu deinem Recht.
Ohne Aufsehen zu erregen verschafft er dir Recht.

So ist er, dein Rechtsanwalt.
DEIN Rechtsanwalt.

Dass du dann den Himmel offen siehst,
ist nur ein natürlicher Nebeneffekt.

(Gedanken zum Sonntag: Taufe des Herrn B)

Weisheit Gottes

31.12.2020, 08:33 Uhr
Die Weisheit Gottes ist jene Gerechtigkeit unter den Menschen,
die man sich von den Mächtigen erwartet (Weish 6,8).

Der Schöpfer sucht für sie eine Ruhestätte in seinem Volk aus,
die sie dann auch einnimmt (Sir 24,8.12).

Die Weisheit Gottes,
diese Gerechtigkeit, die man sich von den Mächtigen erwartet,
ruht also mitten unter uns.

Lasst uns auch für die Mächtigen der Welt beten!

(Gedanken zum 2. Sonntag nach Weihnachten)

Hausgemeinschaft

24.12.2020, 08:53 Uhr
Familie kommt von Famulus.

Aber „famulus“ ist der Knecht, „famula“ die Magd.
Und „pater familias“ bedeutete in der Antike nichts anderes als
Oberhaupt und Besitzer der Dienerschaft,

wobei Frau und Kinder mit Besitz und Dienerschaft gemeint waren
– und natürlich auch die anderen Knechte und Mägde.

Die Güte der Menschheit hat es im Laufe der Zeit geschafft,
den liebenden Vater und die liebende Mutter zu entpuppen.
Ein humanistisches Lebenskunstwerk.

Kein Mensch in aufgeklärten Ländern denkt mehr daran,
dass es bei „Familie“ jemals um Knechte und Mägde ging.
Gott sei Dank!

Das ist ein positiver Aspekt,
den man im Lockdown entdecken kann.
Suchen wir noch andere!

(Gedanken zum 1. Sonntag nach Weihnachten, dem Fest der Heiligen Familie B)

Ganz kleine Freuden bereiten

17.12.2020, 08:04 Uhr
Der Schlüssel zur Freude ist,
jemandem Freude zu bereiten.

Es ist auch der Schlüssel zur Liebe,
wenn z.B. jemand ein Geschenk macht,
ausschließlich um Freude zu bereiten.

Das muss nichts Großes sein.
Es will einzig nur Freude bereiten.

Legen wir den Weihnachtsgeschenkszwang ab.

O-Antiphon am 20.12.:
O Clavis David.
Wörtlich: O Schlüssel des Geliebten.

(Gedanken zum 20.12. am 4. Adventssonntag B)

Sich freuen dürfen

10.12.2020, 08:37 Uhr
Violett ist der Alltag und nüchterne Prosa,
weil Unrecht auf Erden so oft überwiegt.

Doch dann erscheint mittendrinn plötzlich ein Rosa,
weil Freude im Hoffenden alles besiegt.

3. Strophe vom Lied „Adventkranz“: www.sadg.org/#235
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