Friday 23. August 2019

Steht die Welt auf dem Kopf?

22.08.2019, 12:39 Uhr
Die Reichen haben das Sagen,
weil sie mächtig sind.

Die Mächtigen haben das Sagen,
weil sie reich sind.

Das ist überall so, oder so geworden,
in jeder Institution,
auch dort, wo die Grundregeln ursprünglich das Gegenteil festlegen.

Darum heißt es im Sonntagsevangelium:
„Und siehe, da sind Letzte, die werden Erste sein,
und da sind Erste, die werden Letzte sein.“

(Gedanken zum 21. Sonntag im Jahreskreis C)

Licht und Finsternis

15.08.2019, 08:13 Uhr
Bald nachdem Jesus das zweite Mal ankündigt,
dass er sterben wird,
und wie er sterben wird,

macht er aus den Schwierigkeiten keinen Hehl,
die jeder haben wird, der ihm nachfolgt:

Schwierigkeiten beim Loslassen,
Schwierigkeiten im Gottvertrauen,
Schwierigkeiten in der Familie.

Man soll ruhig alles Finstere wahrnemen,
man darf ruhig alles Schlechte beim Namen nennen,
solang man das Licht nicht aus den Augen verliert.

(Gedanken zum 20. Sonntag im Jahreskreis C)

Gemeinschaft statt Machtspiele

08.08.2019, 08:22 Uhr
Die existenzielle Aufgabe des Knechtes ist Dienen.

Ein Herr, der den Dienst eines Knechtes verrichtet,
hat 100%ig keine egoistischen Ambitionen.

Es geht ihm nur um Gemeinschaft.

Ein Chef, der seine Angestellten bedient,
möchte lieber Gemeinschaft haben als Machtspiele.

(Gedanken zum 19. Sonntag im Jahreskreis C)

„Alles ist Windhauch“

01.08.2019, 07:30 Uhr
So steht es x-Mal im Buch Kohelet.
Gemeint sind die vergänglichen Dinge.

Manche vergänglichen Dinge sind sehr attraktiv,
manche von ihnen sind sogar gut für Leib und Seele.

Es kommt auf die Einstellung darauf an:

Ich gebrauche die vielen guten Dinge,
dankbar genieße ich sie,

und bedenke halt dabei, dass sie vergänglich sind.
Irgendwann einmal werde ich sie nicht mehr brauchen.

Auch dafür bin ich jetzt schon dankbar.
So lebt man viel freier.

(Gedanken zum 18. Sonntag im Jahreskreis C)

Abraham, der Freund Gottes

25.07.2019, 08:13 Uhr
Abraham stellt sich dem HERRN in den Weg
und hält für vielleicht 50 Gerechte Fürbitte,

und zwar spricht er dabei mit dem HERRN in einer Art und Weise,
die man „selbstbewusst“ nennen kann.

Er handelt mit dem HERRN,
wie nur Gleichwertige miteinander handeln:
„für 50 Gerechte, vielleicht 50 weniger 5, 40, 30, 20, 10.“

Nicht umsonst wird Abraham
der Freund Gottes genannt.

Jeder Mensch kann und darf mit Gott wie mit einem Freund reden.

(Gedanken zum 17. Sonntag im Jahreskreis C)

Der Besucher

18.07.2019, 08:08 Uhr
Sie hört seinen Worten zu.
Wir wissen nicht, was er gesagt hat.
Aber es muss sehr bereichernd gewesen sein.

Ist der Besucher immer eine Bereicherung?
Ja, wenn man ihm auch zuhört.

(Gedanken zum 16. Sonntag im Jahreskreis C)

Wer ist mein Nächster?

11.07.2019, 10:01 Uhr
Du siehst einen Bedürftigen und entscheidest dich, ihm zu helfen,
weil du ihn als deinen Nächsten erkennst?

Das ist gut, das ist völlig ok., aber nicht ganz biblisch, denn:

Nach der Erzählung des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter
fragt Jesus nicht, „wer hat ihn als seinen Nächsten behandelt?“,

sondern „wen hat ER, der gepflegt und betreut worden ist,
als seinen Nächsten erfahren?“

Schlussfolgerung:
Er, dem geholfen wurde, weiß, wer sein Nächster ist.
Nicht der Helfer bestimmt es, nicht der Almosengeber.

Die richtige Frage lautet nicht „Wer ist mein Nächster?“,
sondern „Erfährt der Bedürftige mich als seinen Nächsten?“

(Gedanken zum 15. Sonntag im Jahreskreis C)
zur ersten Seite  vorherige Seite     1 2 3 ... 24 25 26     nächste Seite (n)  zur letzten Seite (l)
BENEDIKTINERABTEI
A-3511 Stift Göttweig
Tel: +43.(0)2732.85581-0
Fax +43.(0)2732.85581-266
info@stiftgoettweig.at
BENEDIKTINERSTIFT GÖTTWEIG, A-3511 Stift Göttweig, Tel. +43.(0)2732.85581-0